Am 10. Februar kamen zwei Ereignisse zusammen: Oberschleißheim hatte die plötzliche Schließung des Hallenbads aus Geldnot angekündigt. Dank einer privaten Großspende geht es weiter und hoffentlich kann eine dauerhafte Lösung gefunden werden. Das Motto „Mitmachen machts besser“ kann kaum ein besseres Beispiel finden. Unsere Gemeinderatskandidaten stellten am selben Abend unter dieser Überschrift die Haimhauser Bürger-Anregungen vor.

Denn: Aus wenig viel machen – das wird heute von uns verlangt.  Knappe Kassen gibt es nicht nur in Haimhausen.

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellten die Bürger-Themen aus Haimhausen und seinen Ortsteilen vor.

 

Den Anfang machte Gemeinderat und Forstwirt Martin Müller.  Er sprach über die Nutzung von Holz und Holzresten aus unseren Wäldern.  Darauf bauen aktuelle Projekte zur Wärmeerzeugung aus Hackschnitzeln mit Möglichkeit zur Nahwärmeversorgung, wie sie sich in Westerndorf und Ottershausen bereits konkretisiert hat.  Für das Brauereigelände ist ein Projekt in Vorbereitung.

 

Axel Bernhauer, Tubaspieler, Hauptstraßenanwohner und Kommunal-Digitalisierer berichtete über unsere Unfallschwerpunkte und mögliche Vorsorgemaßnahmen, insbesondere langsameres Fahren.

 

Unsere 2. Bürgermeisterin Claudia Kops berichtete über den Handlungsbedarf bei der Ausführung des Winterdienstes in Nebenstraßen und warb für die Aufstellung zusätzlicher Splittkästen in den Straßen für die Bürger zum Selberstreuen.

Markus Bauer sorgte für viel Aufmerksamkeit und Diskussionsstoff mit seinem Bericht über Selbstbehauptungskurse für Grundschulkinder.  Sie sind kostengünstig und sollten jetzt nach den ersten über einhundert Teilnahmen jedes Jahr angeboten werden.

 

Unser Ottershauser Gemeinderat und Gartenbauer Simon Käser sprach für bessere und öfter hergerichtete Feldwege im Sinne von Spaziergängern, Radfahrern und Landwirten.

Tom Mittermair ist Rechtsanwalt und langjähriger Gemeinderat. Er berichtete über Leerstände und schlägt gemeinsam mit Gemeinderat Joe Mayerbacher Maßnahmen des Leerstandsmanagements für eine bessere Nutzung vorhandenen Wohnraums vor.

Bernhard Kohl, Leitender Baudirektor und 1. Vorstand des SV Haimhausen, legt sich ins Zeug für die Erneuerung und Ergänzung des gemeindlichen Bestandes an Ausstattungen für die Feste aller Vereine.  Variable Zeltpavillons wie in der Partnergemeinde Eggen helfen bei unsicherer Witterung.

Alexander Graebsch ist CSU-Schatzmeister in Haimhausen und Finanzdienstleister. Gemeinsam mit unseren jungen Kandidatinnen Selina Köpenick und Lisa Rest tritt er ein für eine BürgerApp als Weiterentwicklung der Gemeinde-Website www.haimhausen.de, damit alle Möglichkeiten des Smartphones genutzt werden können für eine intensivere Vernetzung.

Dirk Hupperich ist Geschäftsführer eines in Haimhausen ansässigen HighTech-Unternehmens.  Er legte seinen Schwerpunkt auf mehr Wertschöpfung und Steuerkraft in der Gemeinde durch pragmatische und aktive Förderung der Firmen, die da sind und zu uns kommen können.

 

Gemeinderat und Landwirt Toni Rottmair widmet sich bei der Bestellung seiner Felder dem Starkregenschutz.  Hackfrüchte werden quer zum Hang angebaut und freie Flächen mit Zwischenfruchtanbau bedeckt.  Dadurch wird der Abfluss des Regenwassers abgebremst und weiter unten liegende Straßen und Kanäle in kritischen Momenten weniger belastet. Für eine umfassende Vorsorge kommen hinzu:  der Eigenschutz auf dem eigenen Grund und Boden, regelmäßige Pflege von Gullys und Gräben und ausreichende Dimensionierung von Abflüssen.

Dr. Sandra Klan ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Mutter und Elternbeirätin.  Deshalb vertritt sie gerne Anregungen zu Hitzeschutzkonzepten, auch für ältere Menschen.  Praktisches Beispiel für die Schulkinder sind viele Verbesserungen für unseren Schulhof an der Grund- und Mittelschule mit mehr Grün, weniger Beton und mehr Schatten.

 

Ingenieur und Familienvater Thomas Kammerer wohnt an der Professor-Schinnerer-Straße und kennt das Thema Parkdisziplin, Markierungen und Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer aus erster Hand.

Dr. Rupert Deger durfte als CSU-Ortsvorsitzender über die Ausweichpfade für die Dachauer Straße und die Amperpettenbacher Straße berichten.  Beide Hauptstraßen sind schwer umzubauende Nadelöhre mit viel Verkehr, der auch nicht weniger werden wird.  Zur Entzerrung kann man Fußgängern und Radfahrern, auch Kindern, Ausweichrouten anbieten vom Leitenweg zum Klarlweiher, vom Oberen Bründlweg zum Sportplatz, oder vom Amperberg zum Unteren Bründlweg Richtung Sportplatz, indem man bestehende Wege ertüchtigt oder auf einfache Art neu anlegt.

Toni Bredl ist unser dienstältester Gemeinderat und freut sich, dass es gelungen ist, dass alle mitmachen bei der Verbreiterung des engen Gehweges an der Amperpettenbacher Straße/Mühlbachbrücke.

Bürgermeisterkandidat Josef Heigl schloss die Runde ab.  Er setzt sich ein für die Bürgeranliegen zur Verbesserung der MVV Bushaltestellen in den Ortsteilen Inhausermoos, Amperpettenbach und Westerndorf.  Oft sind die Fahrten für die Schüler nicht pünktlich oder erreichen die vorgesehenen Haltestellen nicht direkt.  In Westerndorf braucht es an der neuen Route dringend neben der bereits eingerichteten Beleuchtung einen Witterungsschutz.

Mit der Erneuerung der Moosachstraße im Inhausermoos stieg er in die Erläuterung seines Wahlprogramms ein. Die Moosachstraße ist ein gutes Beispiel für das Kernthema „Bestand erhalten und verbessern“. 

Unser Programm für die kommenden sechs Jahre orientiert sich an den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit und gibt konkrete Antworten auf das, was jetzt wirklich gebraucht wird:

Es versteht sich von selbst, dass zuerst die laufenden Vorhaben erfolgreich abzuschließen sind. Beispiele dafür sind der Supermarkt, das Brauereigelände, der neue Kindergarten, der Amperberg und das Dorfgemeinschaftshaus.

Außerdem muss der Bestand in unserer Infrastruktur gut erhalten und verbessert werden, denn das Geld für Substanzerhaltung ist gut angelegt.  Das umfasst neben Kläranlage und Kanalisation, Straßen und Wegen und den bestehenden Einrichtungen für jüngere und ältere Menschen viele der bereits unter „Mitmachen machts besser“ genannten Punkte.

Drittens sind die Finanzen an allen Stellschrauben abzusichern, damit wir überhaupt noch eigenständig agieren können.  Diese Punkte bilden die Basis, damit wir in den kommenden Jahren dann auch wie bisher positiv wirken können für Familien und Senioren, mit Kinder- und Mittagsbetreuung, Barrierefreiheit, Gesundheit und Pflege, mehr Wertschöpfung durch mehr Betriebe in unserer Gemeinde, die Stärkung der Gemeinschaft und besonders der ehrenamtlichen Arbeit, mit vereinsübergreifenden Lösungen, sowie der notwendigen Ausstattung für Sport, Kultur, solidarisches und kirchliches Engagement, sowie neue Projekte, die bezahlbar anzugehen sind, wie z.B. Pflegeangebote, Feuerwehrhaus, günstiges Wohnen, Schutz der Natur und neue Biotope.